Formvorschriften

Zum Schreiben einer Vollmacht sind einige Vorschriften zu beachten. Eine schriftliche Vollmacht muss nicht zwingend rechtsgültig sein. Daher sollten Sie, bevor Sie eine Vollmacht schreiben, die Voraussetzung prüfen, dass es das anzuwendende Gesetz erlaubt, dass Sie sich in einer Handlung durch einen Handlungsbevollmächtigten vertreten lassen dürfen. Dies nennt man die „Zulässigkeit“ der Vertretungsmacht für das Rechtsgeschäft. Es gibt nicht viele Situationen, bei denen man sich nicht vertreten lassen darf. Viele der Ausnahmefälle, in denen Sie keine Vollmacht erteilen dürfen, finden Sie im Familien- und Erbrecht. Sie dürfen zum Beispiel keine Vollmacht schreiben, um einer Person zu erlauben in Ihrer Vertretung Ihr Testament zu verfassen. In einer Vollmacht erteilen Sie ihrem Vertreter die Erlaubnis, Rechtsgeschäfte für Sie zu tätigen. In den meisten Fällen ist die Zulässigkeit der Vertretungsmacht nach gesetzlich geregelten Vollmacht Vorschriften erlaubt. Sie sollten aber beim Schreiben der Vollmacht dennoch beachten, welche Vereinbarungen Sie in die Vollmacht aufnehmen. Problematisch sind zum Beispiel Klauseln über das Versprechen von Freiheit vor Vertragsstrafen. Grundsätzlich gilt aber, umso wichtiger Ihnen die Vollmacht und das Thema erscheint, umso eher sollten Sie sich einen Rechtsbeistand zum Schreiben der Vollmacht nehmen.
 

Die Varianten beim Schreiben einer Vollmacht

Es gibt zwei Varianten beim Schreiben einer Vollmacht, zum einen die Vollmacht “nach Umfang” und zum anderen die Vollmacht “nach der Person” des Bevollmächtigten. Bei einer Vollmacht nach Umfang legen Sie fest, in welchem Umfang Ihr Vertreter für Sie handeln darf. Das kann zum Beispiel eine Erlaubnis sein, die den Vertreter zu nur einem einzigen Rechtsgeschäft bevollmächtigt, wie zum Beispiel eine Vollmacht zur Abholung eines Paketes vom Paketdienst. Die Vollmacht nach der Person meint, dass sich Ihre Vollmacht nach der Person oder den Personen richtet, denen Sie die Vollmacht erteilen, zum Beispiel eine Gesamtvollmacht.
 

Wie vermeide ich Fehler in Vollmachten?

Damit eine Ermächtigung rechtsgültig ist, sollten einige Kriterien erfüllt sein. Unsere Muster und Vordrucke nehmen Ihnen bereits einen großen Teil der Arbeit ab, müssen allerdings unbedingt noch um die richtigen Namen ergänzt und handschriftlich unterschrieben werden. Zudem enthält ein gutes Muster eine Begrenzung der gegebenen Vollmacht. Konkret bedeutet dies, dass die Vorlagen naturgemäß nur für bestimmte Anlässe und zu einer bestimmten Zeit gültig sind. Dieser Punkt ist beispielsweise dann wichtig, wenn ein Nachbar mit der Abholung der Post beauftragt wird, was lediglich während der Urlaubszeit (bzw. eines anderen vordefinierten Zeitraums) gelten soll. Unsere Vordrucke und Muster für eine Ermächtigung erhalten hierfür selbstverständlich auch einen Hinweis auf das Erlöschen der Gültigkeit und einen Datumsvermerk.